Das Alte ist nicht mehr da, das Neue noch nicht ganz. Ich brauche für diese Zeit eine Art Übergangsjacke. Die mich wärmt und mir Sicherheit vermittelt.
Es ist etwas ganz anderes, ob uns etwas zum Nachdenken bringt oder zum Fühlen.
Räume entstehen. Auf der Terrasse, im Friseursalon, am Tisch, in einer Halle, einem Hof. Sie tarnen sich als Zufall, doch den Zufall gibt es gar nicht.
Ich gehe los, mein inneres Feuer jagen, reiße alte Grenzen ein, baue neue auf.
Endlich wieder sonntags ermitteln, mit meinem Partner in Crime!
Oft suche ich nach Freude und scheine sie nicht zu finden. Und manchmal drehe ich mich um und dann steht sie da, ganz unverhofft, und lächelt mich an. Weil ich mich von ihr finden ließ.
Ich laufe anders über die alten Wege.
„You’re beautiful!“ (Nick Cave)
Meine Texte bauen Brücken, über die ich gehen kann. Das Wichtige muss Raum bekommen, das Dunkle Licht, das Eigene Gesellschaft.
Heilen ist kein 9-to-5-Job.
Zeit und Raum verdichten sich, um sich gleich wieder aufzulösen. Hier ändert sich die Membran, für einen Moment dringt Energie von beiden Seiten hindurch. „Touched by the spirit, touched by the flame.“
„Was, wenn ich auch meine Vergangenheit gestalten muss? Was, wenn nur aus einer durchdrungenen, gestalteten Vergangenheit so etwas wie eine offene Zukunft entstehen kann?“ (Joachim Meyerhoff)
Ich sehe mir manchmal dabei zu, wie ich mich ablenke. Und wenn ich mal wieder mitgerissen werde, gebe ich kurz nach, schaue, wohin es mich treibt, finde wieder Boden unter meinen Füßen.
Ist das, was du tust, wertvoll?
Zwei Kräfte ziehen an mir. Ich bleibe. Immer wieder.
Feste feiern, wie sie fallen. Geburtstage. Manche wurden schon oft gefeiert, andere markieren einen Wendepunkt, einer wird herbeigesehnt.
Die dunkle Zeit kündigt sich jetzt stärker an, klopft laut an die Tür. Wer jetzt nicht bereit ist, den kann die Zeit einholen.
Schwesternsachen machen.
Endlich wieder ein Lieblingsalbum. Es flüstert: Es ist Zeit.
Etwas geht schief. Ich muss improvisieren. Etwas entsteht, was sonst nicht hätte entstehen können. Klappt das nur in der Küche oder vielleicht auch im Leben?
Alle versuchen, die Leere zu füllen. Sie ist wie ein Loch und wir legen ständig Teppiche drüber. Oder malen es wenigstens bunt an. Ich bleibe. Immer wieder.

Könnte noch lange weiterlesen ❤️👏
Das freut mich 🙂