Dezemberschnipsel

Inmitten der längsten, finsteren Nacht wird das Licht neu geboren.

Wir alle tragen Geschichten in uns und erzählen uns doch so oft irgendwelche anderen.

Manche Monate sind wie ein Brennglas. Alles verdichtet sich, es ist, als müsste man in kurzer Zeit Jahre nachholen.

In dem Moment, in dem man die eine Liane loslässt und die andere noch nicht ergriffen hat, sind Unsicherheit und Freiheit ungleiche Geschwister.

Ich laufe durch die zugefrorene Welt und hüte meinen inneren Funken. Damit er nicht erfriert, sondern entflammen kann.

Die Suche entspringt der Sehnsucht und der Intuition.

„Im Rückblick wird es Sinn ergeben. Und auch falls nicht, wird es nicht mehr wichtig sein – oder es ist klar.“ (Axel Reimann)

In den Rauhnächten können wir lauschen und empfangen, vielleicht sogar frei von unseren Wünschen und Ängsten.

Jeder kann nur sein eigenes Schwert aus dem Stein ziehen und dessen Kräfte empfangen.

„Willst du es heilen, so musst du es teilen.“

Wie gut, dass es einfach immer Weihnachten wird. Egal, wie verrückt die Welt ist, wie schwierig das Leben, egal wie ausgelaugt, ängstlich oder verloren wir uns fühlen. Dann können wir einen Apfel an den Baum hängen, der uns an das Paradies erinnert, den Urzustand, aus dem wir kommen.  

Kein Stein wird auf dem anderen bleiben.

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